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1.01: Neue Erkenntnisse

Zusammenfassung

Wohnungsnot

Sieben Tage ist George nun Tod und sie schildert uns, dass sie sich Seelen derer annehmen soll, die sterben müssen. Seelensammler, also auch George, nisten sich in die Wohnungen der Toten ein, haben daher in der Regel keine Schlüssel für ihre Bleibe.

George ist verzweifelt und kommt mit ihrer neuen Situation absolut nicht klar. Ständig reflektiert sie über ihr Leben und was gewesen wäre, wenn sie doch einiges anders gemacht hätte.

Auch wenn ihr, vor allem Rube, zu erklären versucht, dass für den Tod oder die Art und Weise wie jemand stirbt, nicht die Seelensammler sondern die Gruftlinge verantwortlich sind. Sie sind es, die sich die dubiosesten Arten, wie jemand aus dem Leben scheidet, überlegen. George wartet auf einen Sinn in ihrem Dasein.

Nachts schleicht sie immer wieder nach Hause, um auf der Rücksitzbank des elterlichen Autos zu schlafen und so wenigstens ein bisschen Wärme und Nähe zu spüren.

George wohnt also nun in der Wohnung von Brendan Marshall Moore, der im Pilotfilm Opfer einer Bananenschale, bzw. letzendlich der Drehtür einer Bank geworden ist. Sie muss lügen, um nicht aufzufliegen, als die Eltern von Brendan in dessen Wohnung kommen. Sie sieht für sich eine Chance evtl. etwas abzustauben, da die Eltern über den Freundeskreis ihres Sohnes nicht sonderlich Bescheid wissen. Aber sie entscheidet sich für das falsche Stück ihrer Begierde, denn den Fernseher haben Brendan dessen Eltern geschenkt und so kann George schlecht behaupten, er gehöre ihr.

Hier sind wir an einem entscheidenden Knackpunkt für George, denn für sie zählt nicht "was", sondern "wen" sie zurückgelassen hat.

Klobrillen-Diebstahl

Reggie hat es noch immer schwer, den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten. Neuerdings behauptet sie, sie dürfe zu Hause die Toilette nicht benutzen, nur um bei Nachbarn auf deren Toilette gehen zu können. Sie nimmt jedesmal die Klobrillen mit, wobei zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand weiß warum sie das tut. Das einzige Argument ihrer Mutter ist, dass sie damit aufhören solle, weil sie ihr sonst vom Jugendamt weggenommen werden würde. Auch in die Schule werden die Eltern von Reggie wieder einmal bestellt, da sie selbst hier Klobrillen mitgehen hat lassen. Ihre Mutter überhäuft sie daraufhin zuhause mit Vorwürfen. Sie sieht als einzige Möglichkeit nocht die Inanspruchnahme eines Kinderpsychologen, wobei sich der Vater dagegen ausspricht.

Zuhause beschört Reggie am Klo Geister, um mit ihrer verstorbenen Schwester in Kontakt treten zu können. Sie täuscht Bauchschmerzen vor, um nicht zur verhassten Therapie zu müssen. Ihr Vater verspricht auch, dass sie nicht gehen müsse, wenn sie nicht wolle, weshalb er von der Mutter wieder getadelt wird. Mutter Joy reitet immer wieder auf Klobrillen-Thema herum und kann einfach nicht damit aufhören.

Parksünder

Roxy ist die arbeitsamste unter den Seelensammlern. Selbst als ein äußerst unangenehmer Bursche seine Strafe nicht zahlen will, gibt sie nicht nach. Im Gegenteil sie gibt dem Typen ordentlich Gas. Mason's kläglicher Versuch Roxy beizustehen scheitert. Sie schiebt lediglich ihre Jacke beiseite und gibt den Blick auf ihre Pistole frei. Dieses Argument war für den Uneinsichtigen unschlagbar.

Freundliches Seelensammeln

George bekommt einen Supervisor. Rube gibt sie in die Hände von Betty. Bei ihrem ersten Treffen müssen sie gleich zu Fuß gehen, da beide kein Geld für den Bus haben. Aber wie es das Schicksal wohl vorgesehen hat, hält ein Auto. George sträubt sich anfangs mitzufahren, willigt aber dann doch ein. Betty ist äußerst froh, da sie Manolo Blahnik trägt und es sich mit diesen Schuhen dann doch besser mit dem Auto mitfährt. Sie erledigt ihre Aufträge mit einer Leichtigkeit und macht auch jedesmal Fotos von ihren Schutzbefohlenen. Weil sie gern Seelensammler ist, wird sie dafür von George gehaßt.

George fühlt sich wie eine Mordkomplizin. Daran ändert auch das Lächeln nichts, das Betty mit ihren Geschichten jedem ihrer "Fälle" auf das Gesicht zaubert. Betty nimmt dem Autofahrer die Seele und die beiden steigen aus. Sekunden später platzt der Reifen und das Auto rast über eine Böschung und explodiert. Der Fahrer ist gleich tot.

George sehnt sich nach einer Anleitung. Sie hat niemanden dem sie folgen könnte. Sie fühlt sich völlig auf sich allein gestellt. Führungslos und fehl am Platz. Sie glaubt sie ist allein, die alleinig schlechte. Sie weiß nicht wie sie künftig leben soll. Ihren eigenen Weg zu finden erscheint ihr viel zu anstrengend.

Geldsorgen

Mason ist ständig in Geldsorgen. Seine Begleitung bei Roxy's Arbeit haben ihn auf die Idee gebracht, Parkuhren zu plündern. Als seine banalen Versuche mittels Baseballschläger keine Wirkung zeigen, stiehlt er kurzerhand Roxy den Spezialschlüssel. Er stellt dies sehr geschickt an, indem er sie mit allerlei blödsinnigem Geschwafel ablenkt.

Tod im Waffelhaus

Rube gibt George Tipps, dass Sie sich ihrer Situation besser stellen kann. George hält dagegen, dass sie anfällig für Panikattacken sei. Sie schiebt alles mögliche vor, um aus der Nummer mit dem Seelensammeln heraus zu kommen. Sie erklärt Rube wild gestikulierend, dass sie Null Ahnung habe. Rube aber hält dagegen, dass jemand anderer hier sitzen würde, wenn jemand anderer als sie für diesen Posten vorgesehen wäre. Man muss lernen zu entscheiden: Das Glas kann halbvoll oder aber halbleer sein - das liegt allein im Auge des Betrachters.

Rube lässt George stehen, gibt ihr aber noch ein Post-It, ihren nächsten Auftrag also.

Sie beginnt sich ihren zukünftigen Toten als Packung Waffeln vorzustellen, die abgelaufen sei. Gerade in diesem Moment beobachtet sie auch schon die Gruftlinge, was sie vor haben.

Zwei Halbwüchsige werden einen Kracher ins Klo des Waffelhauses werfen, der unterirdisch weiter unter den Verkaufsraum gespült wird. Dort explodiert er und der Barmann Monty wird vom "Waffelschild" erschlagen.

George hat eine Schramme abbekommen. Ein Eisenteil steckt in ihrem Brustkorb. Rube entfernt es und George bereut sichtlich, dass Seelensammler so schnell heilen. Sie möchte unbedingt krank werden, sodass der Tod Ferien machen muss. Sie hofft noch immer aussteigen zu können.

Am nächsten Tag treffen sich wie immer alle im Waffelhaus und auf die Frage von Kiffany, warum das Schild unten sei, antwortet Roxy, dass es gestern einen Toten gegeben hätte. Auf Kiffany's Frage wer gestorben sei, entgegnet Rube, "Monty, der mit den Miniwaffeln". Kiffany schaut entgeistert und entgegnet sie habe ihn gar nicht gekannt, es war wohl ein Neuer.

Schonfrist für den Tod

George verweigert und kommt einfach nicht zum Treffen im Waffelhaus. Sie will keine Verantwortung übernehmen. Rube aber schiebt ihr das für sie bestimmte Post-It einfach unter der Tür durch. George glaubt trotzdem sie könnte sich ihrer Verantwortung entziehen, in dem sie den Zettel einfach ignoriert und nicht anrührt.

Sie philosophiert in ihrer Wohnung, was passieren könnte, wenn jemand eine Verabredung mit dem Tod hat, der aber nicht kommt? Gibt es eine Gnadenfrist? Oder wird der Tod von selbst bestraft?

Als George plötzlich in die missliche Lage gerät Geld zu brauchen, begleitet sie Mason auf seiner Tour mit den Parkscheinautomaten. Als Roxy hinter die Machenschaften von Mason kommt, fährt sie in kurzer Hand mit ihrem Dienstauto einfach über den Haufen. Sie bestellt George, dass Rube sie im Leichenschauhaus sehen will!

Höllenqualen

George, Roxy und Rube treffen sich also im Leichenschauhaus. Rube erklärt George nun auf anschauliche Art und Weise, was passiert, wenn George ihre Arbeit nicht macht und die Seele herausnimmt. Die verstorbene Seele bekommt alles mit und erleidet Höllenqualen, wenn sie z.B. obduziert wird. George sieht ihren Fehler ein und so wurde ihre veranschaulicht, dass die Seele zwar keine körperlichen, aber sehr wohl emotionale Schmerzen empfindet.

George streitet die Schuld noch immer ab und wird sehr wütend. Nimmt dem Toten aber schließlich doch die Seele, bevor er verbrannt wird. Als sich die Seele für die Erlösung der Qualen bedankt, entschuldigt sich George nach einigem Zögern bei ihm. Roxy geleitet den Toten zu den Lichtern.

George aber glaubt noch immer, dass sie ihrer Rolle nicht gewachsen ist. Rube versucht erneut George zu erklären, dass sie ihrer Bestimmung nicht entrinnen kann.

George reflektiert wieder über ihr Leben und kommt zu der Erkenntnis, dass bedingungslose Liebe ein Akt der Verzweiflung ist.

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